Vorsicht bei Räucherfisch no comments
Ein Testkauf von Räucherfisch auf einem deutschen Wochenmarkt ergab erschreckende Ergebnisse: Die Lebensmittel waren teils stark belastet und wiesen mitunter gefährlich hohe Werte an Keimen auf. Obwohl das Räucherverfahren einst dazu nutzen sollte, die leicht verderbliche Ware Fisch zu konservieren, scheint gerade dieses Lebensmittel ernsthaft bedenklich zu sein.
Durchgeführt wurde der Test von Mitarbeitern der Firm KIN mit Haupsitz in Münster. Diese führte an Proben diverse Tests durch – mikrobiologische und sensorische Analysen sollten nähere Erkenntnisse zur Qualität der Produkte bringen. Doch das Ergebnis war ernüchternd. Drei von zehn Proben wurden als „nicht verkehrsfähig“ eingestuft. Bei einer konnten die Analysten sogar eine Belastung mit Listerien nachweisen. Listerien sind Bakterien, die zwar aufgrund der erhöhten industriellen Produktion von Lebensmitteln immer häufiger vorkommen, in Einzelfällen aber schwere Erkrankungen mit sich ziehen können. Während sie bei gesunden Menschen mit intaktem Immunsystem oft unbemerkt bleiben, können sie bei Personen mit schwachem Immunsystem Blutvergiftungen, Hirnhautentzündungen oder andere Krankheiten auslösen, die dann mit Antibiotika behandelt werden müssen. Ebenfalls sind Schwangere besonders gefährdet. Der Ausbruch von Krankheiten kann bis zu acht Wochen nach Aufnahme der Bakterien erfolgen – dann ist ein Nachvollziehen der Ansteckung kaum noch nachvollziehbar.
Kauf genau prüfen
Daher ist es empfehlenswert, unbedingt auf die Qualität der angebotenen Ware zu achten. In vielen Fällen ist der Kauf in geschlossenen Lebensmittelgeschäften sicherer, vor Allem kommt es aber darauf an, die Herkunft und die Zwischenstationen bis zum Händler nachvollziehen zu können. Im Zweifelsfall lieber im Regal liegen lassen und frischen Fisch kaufen – damit sind Sie auf der sicheren Seite.